Was geschah bisher in der Altstadt?

Die Altstadt ist das geschäftliche, touristische und kulturelle Zentrum der Stadt. Das etwa 1,6 Quadratkilometer große Gebiet mit einer Bevölkerung von rund 15.200 Menschen liegt innerhalb des Altstadtrings und erstreckt sich zwischen dem Vestner- und Maxtorgraben im Norden, dem Laufer- und Königstorgraben im Westen, dem Frauentorgraben im Süden sowie dem Spittler- und Neutorgraben im Westen. Soweit möglich haben wir innerhalb der Altstadt in den vergangenen Jahren systematisch an den Zugängen zur Fußgängerzone Fahrradständer aufgebaut, um so das Fahrradparken an den Rändern der Fußgängerzone zu bündeln. Die ersten überdachten Fahrradabstellanlagen in der Altstadt wurden 2013 am Hallplatz, in der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße südlich der Schlotfegergasse, in der Adlerstraße nördlich des Ebracher Gässchens und im Bauhof errichtet. Darüber hinaus wurden 2014 in der nördlichen Altstadt auf vielfachen Wunsch der Bürgerschaft zusätzliche Abstellanlagen im Wohngebiet errichtet.

 

Doch der Bedarf an Abstellanlagen ist in der Altstadt sehr hoch. Im September 2017 haben wir alle Abstellanlagen in der Altstadt mit der Anzahl der Radständer und den abgestellten Fahrrädern erfasst. Darüber hinaus wurde auch aufgenommen, wo und wie viele Fahrräder außerhalb von Abstellanlagen geparkt wurden. Dabei stellten wir fest, dass es eine Vielzahl an Bereichen mit besonderen Defiziten gibt. Insgesamt stehen rund 1.600 Radständer innerhalb der Altstadt zur Verfügung, die sehr gut ausgelastet sind. Dem gegenüber wurden knapp 1.600 Fahrräder gezählt, für die keine Radständer zur Verfügung stehen. Besondere Herausforderung in der Altstadt ist, dass hier meist noch weniger freie öffentliche Flächen zur Verfügung stehen, die für das Aufstellen von Radständern geeignet sind.

 

Das Verkehrsplanungsamt der Stadt Nürnberg hat daraufhin im September 2018 im gesamten Projektgebiet potentielle Standorte für Radständer gesucht. Die Standorte wurden mit den zuständigen Dienststellen abgestimmt, um unter anderen folgende Fragen zu klären: Wo gibt es Einschränkungen, weil die Fläche für zu Fuß Gehende, Gastronomie, Einzelhandel oder für Rettungs- bzw. Feuerwehrzuwege benötigt wird? Die von uns gewählten Standorte sind gleichmäßig über das Gebiet verteilt und sollen gewährleisten, dass von nahezu jedem Wohnhaus oder Geschäft aus ein Radständer gut erreichbar ist. Bewusst haben wir bei der Standortsuche die Fußgängerzonen explizit ausgeschlossen, da wir weiterhin an unserem Konzept festhalten, Abstellanlagen am Rande der Fußgängerzonen zu bündeln.

 

Aktiv begleitet und unterstützt wird das Projekt vom Bürgerverein Nürnberg Altstadt e.V., dem Einzelhandelsverband, dem City Management, Erlebnis Nürnberg e.V. und dem Quartiersbüro Altstadt.

 

Doch niemand kennt den tatsächlichen Bedarf so gut wie die Bevölkerung vor Ort. Daher ist es wichtig, dass Sie uns dabei helfen, die Standorte noch besser auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Daher laden wir Sie herzlich zur Teilnahme an dieser elektronischen Beteiligung ein.