Der Quellepark in Eberhardshof ist eröffnet!

Blick vom Quellepark auf ehemaliges Versandzentrum und Quelle-Turm

Im April 2017 startete die Bürgerbeteiligung, nach dreieinviertel Jahren ist das Projekt nun (fast) abgeschlossen: Am 28. Juli eröffnete die Stadtspitze offiziell den neuen Quartierspark in Eberhardshof. Der frühere Busparkplatz des benachbarten Quelle-Versandzentrums ist zur grünen Oase für die jetzigen und künftigen Anwohnenden geworden. Der neue Quartierspark trägt seit Ende Mai den Namen Quellepark. Damit schlägt sich auch im Namen die Beziehung zum stadtbildprägenden Versandhausgebäude nieder, das mit seiner mächtigen Fassade nebenan thront und künftig Wohnungen, Büros, Einzelhändler und soziale Einrichtungen unter einem Dach vereinen soll.

Der Quellepark ist um eine zentrale Platzfläche mit einem Wasserspiel herum angelegt, die genügend Raum für Aktivitäten und auch Veranstaltungen wie beispielsweise das Stadtteilfest bietet. Umliegend finden sich drei sogenannte "Schollen", die verschiedenen Nutzungen zugedacht sind. Der "Bewegungsraum für alle" lockt Jung und Alt mit Bewegungs-, Kletter- und Sportmöglichkeiten unter lichtem Baumbestand. Die "Gemeinschaftsscholle" mit großen Parkbäumen auf der Wiese bietet auch Raum für die in der Bürgerbeteiligung gewünschten Obstgehölze des "essbaren Parks". Die "Erholungsscholle" im Osten des Parks zeichnet sich durch eine Wiese mit Holzdecks zum Entspannen aus, die durch Baumgruppen eingefasst ist. Am südlichen Ende des Parks ist der große Spielbereich zu finden, in dem Möglichkeiten zum Balancieren, Hüpfen und Schaukeln für Schulkinder im Vordergrund stehen. Die Rasenfläche im östlichen Teil des Parks muss richtig anwachsen und ist daher voraussichtlich noch bis in den Herbst eingezäunt. Der Grünkeil zwischen Augsburger Straße und Haasstraße, der ebenfalls Teil des Quartiersparks wird, wird erst nach Abschluss der dort derzeit laufenden privaten Hochbauarbeiten angegangen. Mit der Fertigstellung dieses Teils des Quartiersparks ist für 2021 zu rechnen.

Der "essbare Park", der auf vielfachen Wunsch der Bürgerschaft zurückgeht, ist bereits seit Ende Mai angelegt: Für die 16 gepflanzten Obstbäume haben sich vier Paten gefunden. Sie werden sich in den kommenden zehn Jahren um Pflege und Ernte der von ihnen selbst ausgewählten Obstbäume und -sträucher kümmern. Dabei handelt es sich ausschließlich um alte Sorten, die traditionell in Franken angebaut werden, wie beispielsweise die Fränkische Hauszwetschge, die Birnensorten "Köstliche von Charneux" und "Doppelte Philppsbirne" sowie die Apfelsorte "Jakob Fischer". Vielen Dank für das Engagement an HeHani e.V., Treffpunkt e.V., den Kinderhort Wandererstraße sowie den Kindergarten Grünschnabel! Sollte sich das Modell der Obstbaumpatenschaften bewähren, könnte es künftig auch in anderen Stadtteilen eingeführt werden.

Übrigens: Das Beteiligungsprojekt zum Quartierspark Eberhardshof hat auch über die Grenzen Nürnbergs hinweg Aufmerksamkeit erzeugt. Es soll als gutes Beispiel im "Leitfaden für bayerische Kommunen zum Thema Bürgerbeteiligung bei städtebaulichen Projekten" vorgestellt werden, den das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr herausgibt.